Diktagrafische Mitteilung DGM des Referates 1.4 Genealogie der Diktagrafie der Abteilung I für Theoretische Diktagrafie in der Hauptstelle für Diktagrafische Angelegenheiten
Sonderausgabe: Tagesprotokoll vom 12. des Monats August
„12 von 12″ ist ein Format für Blogbeiträge, bei dem jeweils am 12. eines jeden Monats 12 Bilder gefasst werden, die den Tag dokumentieren. Gesammelt finden sich zahlreiche Beiträge dieser Art auf dem Blog „Draußen nur Kännchen„. Der heutige Beitrag stammt erstmals aus dem Referat 1.4 für Genealogie der Diktagrafie, das mit der Herkunft und Entstehung der Diktagrafischen Bewegung betraut ist. Anlass ist ein Rückstand in der Aufarbeitung des Archivbestandes aus den Gründungsjahren, der beim Referat 4.4 für Sammlungen im Zuge der Hitze-Sonderausgabe im Juli aufgefallen war. Die Generalsekretärin gab daraufhin den Auftrag, sich einen Tag lang der eigenen Vorgeschichte zu widmen.

1 – Meditation
Wie im Kodex festgeschrieben, beginnt auch ein genealogisch gewidmeter Arbeitstag mit der Meditation über das permutatorisch-quadratische Datum – pqd12082026. Die Notizen dazu fallen heute ungewöhnlich rückblickend und nostalgisch aus.
2 – Aktenausgabe
Der Tag beginnt mit der formellen Ausgabe des Archivbestandes durch das Referat 4.4 für Sammlungen an das Referat für Genealogie – ein Vorgang, der laut Kodex mit Unterschrift und Datumsstempel zu quittieren ist, unabhängig vom eher unscheinbaren Erscheinungsbild der ausgegebenen Kartons.


3 – Erste Sichtung
Eine erste, noch ungeordnete Sichtung fördert Material verschiedenster Herkunft zutage: lose Blätter, vergilbte Skizzen und – wie bereits aus dem Juli-Protokoll bekannt – mehrere Tagebücher- und Notizbücher aus der Mitte der 1980er Jahre sowie Mathe- und Schreibhefte. Über den Zustand dieses frühen Katalogisierungssystems äußert sich das Referat mit diplomatischer Zurückhaltung.
4 – Der älteste Fund
Unter den Papieren findet sich ein Blatt, das mutmaßlich die früheste bekannte Permutationsübung der Generalsekretärin dokumentiert – noch ohne jeden Bezug zu einem Kodex, offenbar aus reiner kindlicher Freude an der Anordnung entstanden. Das Referat empfiehlt die vorläufige Einstufung als Gründungsdokument.


5 – Stammbaum
Aus den gesichteten Unterlagen wird im Laufe des Vormittags ein erster Entwurf eines Diktagrafischen Stammbaums angefertigt, der die Entwicklung von der kindlichen Ordnungsleidenschaft über erste eigene Regelwerke bis zur heutigen Struktur der Hauptstelle nachzeichnet. Die endgültige Fassung bedarf noch der Prüfung durch mehrere Referate.
6 – Zeitzeugenbefragung
Am späten Vormittag wird die Generalsekretärin persönlich zu den Umständen der Gründung befragt. Aus dem Gespräch geht hervor, dass die ersten Diktagrafischen Prinzipien lange vor jeder Verschriftlichung informell angewendet wurden – der Kodex also nicht am Anfang, sondern erst als Konsequenz einer bereits gelebten Praxis stand.


7 – Mittagspause
Eine amtlich bewilligte Unterbrechung zwecks Stärkung, wie üblich – heute jedoch mit einem gewissen Hang zur Nostalgie, da auch das Mittagessen unter dem Eindruck der Vormittagsfunde steht.
8 – Vergleichende Analyse
Am Nachmittag werden frühe Verfahrensweisen mit dem aktuellen Kodex abgeglichen. Auffällig ist, dass zentrale Grundsätze – etwa die Bevorzugung farbloser Materialien oder die strikte Trennung von Vorbereitung und Ausführung – bereits in den frühesten Aufzeichnungen angelegt sind, wenn auch ohne die heutige begriffliche Schärfe.


9 – Rückfrage beim Referat 3.3
Für die korrekte Einordnung mehrerer Fundstücke in die Diktagrafische Terminologie wird eine Rückfrage an das Referat 3.3 Kodex und Schreibbüro gestellt, das zur Klärung offener Formulierungsfragen zurate gezogen werden muss. Eine abschließende Antwort steht zum Ende des Arbeitstages noch aus.
10 – Katalogisierung
Ein Teil der gesichteten Dokumente wird nach aktuellem Standard neu katalogisiert und mit fortlaufenden Archivnummern versehen, um künftigen Rückgriffen – etwa für weitere Ausgaben dieser Art – eine verlässliche Grundlage zu geben.


11 – Peripatetischer Spaziergang
Der übliche Spaziergang führt heute bewusst an einem Ort vorbei, der mit den frühen Jahren der Generalsekretärin in Verbindung steht – eine kleine, informelle Ergänzung zur sonst rein archivarischen Herkunftsforschung. Bei dieser Gelegenheit wird zudem eine Ectophasia crassipennis registriert.
12 – Vorläufiges Fazit
Das Referat für Genealogie schließt den Tag mit dem Hinweis, dass eine vollständige Aufarbeitung der Gründungsjahre angesichts des Umfangs und Zustands der Quellen nicht an einem einzigen Tag zu leisten ist. Die begonnene Arbeit wird als Daueraufgabe in den Referatsplan aufgenommen; weitere Ausgaben zur Diktagrafischen Genealogie sind in Aussicht gestellt.

Diktagrafische Klausel
Das vorliegende Tagesprotokoll wurde nach bestem Gewissen erstellt und spiegelt den Diktagrafischen Arbeitstag des 12. des Monats wahrheitsgetreu wider. Es dient der Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und der Hauptstelle für Diktagrafische Angelegenheiten gleichermaßen.
In freier Ordnung und mit rechtschaffenen Grüßen Der Diktagraf